"Kolpinger" durch und durch

Wenn das Zitat Adolph Kolpings „Schön reden tut's nicht, die Tat ziert den Mann!" auf jemanden zutrifft, dann auf Willi Austermann. Der Nottulner war „Kolpinger"durch und durch und hat sich darüber hinaus auch für das Wohl der Gemeinde Nottuln engagiert. Im Alter von 85 Jahren ist Willi  Austermann am 22. Februar verstorben.

Aufgenommen in die Kolpingsfamilie Nottuln am 6. Mai 1956, bekleidete Willi Austermann verschiedene Ämter: Unter anderem war er von 1971 bis 1977 und von 1980 bis 1983 Vorsitzender, von 1993 bis 1996 stellvertretender Vorsitzender. Die Liste dessen, was er angestoßen, organisiert und unterstützt hat, ist lang. Und muss unvollständig bleiben,   

In seine Zeit als Vorsitzender fällt der Bau der „Kolpingsiedlung" 1971/72 {heute: Kolpingstraße). Anfang der Siebzigerjahre initiierte er auch die Seniorenarbeit, vielfach mit den Kolpingsfamilien der anderen Ortsteile gemeinsam, etwa durch Altennachmittage, die Aktion „Tapetenwechsel", Wallfahrten zum Annaberg, Bildungssonntage und mehr.

Die Pflege des Brauchtums war Willi Austermann sehr wichtig, vieles wurde von ihm angestoßen und mit organisiert, wie die Herdfeuerabende zu geschichtlichen Themen oder das Lambertussingen auf dem Stiftsplatz .(oft spielte er den „Buer").


Mit großem handwerklichen Geschick packte er mit an bei Planung und Bau der Martinimarktbude und vielen anderen Dingen. Im „Heiligen Jahr" 1975 organisierte er mit anderen die Möglichkeit zur Teilnahme einer Nottulner Pilgergruppe an einer vom Kolpingwerk veranstalteten Wallfahrt nach Rom samt Papstaudienz.
In den Achtzigern war er als Vorsitzender mit anderen Kolpingmitgliedern an der „Aktion Rollstuhlfahrer" beteiligt, bei der es mobilitäts-eingeschränkten Menschen ermöglicht wurde, an Ausflügen und Aktivitäten auf Ortsebene teilzunehmen. Zu Beginn der 1980er-Jahre gab er zudem wesentliche Anregungen zur Gründung des ersten Famiilienkreises.


Ab 1999 bis 2002 war Willi Austermann Leiter der „Männerrunde", die er ins Leben gerufen hat. Diese bot Männern die Möglichkeit, Veranstaltungen durchzuführen und für den Ort ehrenamtlich tätig zu werden, unter anderem als Helfer beim Krippenaufbau in der Pfarrkirche und bei der Pflege des Judenfriedhofs.
Zusammen mit anderen unterstützte er ab 1982 tatkräftig die Errichtung und Einrichtung der Kolping-Seniorenstube. Er pflegte bis vor wenigen Jahren zusammen mit dem 2021 verstorbenen Kolpingmitglied Karl Gertz die Außenanlagen.


Ein wichtiges Anliegen war Willi Austermann das 1977 auf dem Draum errichtete Kolpingkreuz. So veranlasste er 1998 mit anderen zusammen die Restaurierung und Umsetzung des Kreuzes an den heutigen Standort. Noch im Frühjahr 2021 half er bei der Erneuerung des Schutzanstriches.
Sein großarüges Engagement für die Kolpingsfamilie und darüber hinaus wurde 2017 mit der Ehrenurkunde des Kolpingwerkes Deutschland gewürdigt. Im Herbst 2021 erhielt er die Ehrenurkunde für seine 65-jährige Mitgliedschaft.


Das Mitgefühl der Kolpingsfamilie gilt seiner Frau Paula, die ihn immer tatkräftig unterstützt hat und im vergangenen Jahr mit ihm die Diamantene Hochzeit feiern, konnte, sowie seiner Familie.    

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Willi Austermann wird am Dienstag (1. März) um 10 Uhr auf dem Nottulner Friedhof beigesetzt.