Etwa 500 Meter vom Nordufer entfernt, auf einer kleinen Anhöhe, steht auf dem Hof der Familie Schulte-Drüggelte die „Drüggelter Kapelle“.
Sie ist seit 1227 bekannt, ihre genaue Entstehung ist bis heute rätselhaft, was der Kapelle eine mystische Atmosphäre verleiht.
Einziger Schmuck des schlichten Innenraumes mit einem Durchmesser von nur 11 m sind die reich verzierten Kapitelle an den insgesamt 16 Säulen, die die Decke des Raumes tragen. Es sind einfache Köpfe und geometrische Figuren, die nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet sind.
Beeindruckend war auch die Umgebung der Kapelle mit dem wunderschönen, liebevoll angelegten Garten der Familie, vielen Skulpturen und Sehenswürdigkeiten, die uns das Ehepaar Schulte-Drüggelte ausführlich erklärte.
Nach einem stärkenden Mittagessen ging es in zwei Gruppen entweder zu einer gemütlichen Bootsfahrt über den See oder zur Besichtigung der Staumauer.
Auf dem Weg dorthin konnte bei einem kurzen Abstecher der wunderschöne Skulpturengarten des Gasthauses „Torhaus“ besichtigt werden.
Die Möhnetalsperre steht teilweise unter Denkmalschutz. "Westfalens schwerstes Baudenkmal“ wurde zunächst mit Erläuterungen und einem Film über Entstehung und Geschichte näher gebracht, bevor es in einen Kontrollstollen unter der Staumauer ging.
Ein Mauerfuß von 34 Metern und eine schmale Mauerkrone von nur 6 Metern prägen das charakteristische Erscheinungsbild der Staumauer.
Die gesamte Mauer wurde ab 1909 innerhalb von 4 Jahren in Handarbeit errichtet - heute unvorstellbar.
Die eindrucksvollen Bilder der Zerstörung im Krieg und der schnelle Wiederaufbau sind sicher noch vielen in Erinnerung.
Alles in allem ein gelungener Tag!