Zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben Auszubildende der Zeche Prosper-Haniel auf der Halde Haniel in Bottrop einen Kreuzweg errichtet. Die Bilder dazu wurden von der Ordensfrau und Künstlerin Tisa von der Schulenburg gestaltet. Die einzelnen Stationen - jeweils einem Förderturm nachempfunden - auf dem Weg bis hinauf zum Gipfel der Halde sind thematisch ergänzt um Elemente und Geräte aus dem Bergbau. Auf der Basis christlicher Kreuzwegtradition ist das gesamte Ensemble mit den Inschriften, Zitaten und Meditationstexten dem Leben und Los der Bergarbeiter dieser Zeit und dem Niedergang der Kohleförderung im gesamten Revier gewidmet.

 

Einige Mitglieder des Familienkreises 1 der Kolpingsfamilie sind den Weg in der vergangenen Woche gegangen. Einhellige Meinung aller Teilnehmer war: „Selbst wenn Gestaltung  und Meditationstexte aus der damaligen Zeit stammen und damit über 30 Jahre alt sind, so ist die Intention des Kreuzweges bei gedanklicher Übertragung auf die heutige Zeit und andere Berufsgruppen hochaktuell.“